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Anleitung

Markisenmotor wechseln & das richtige Drehmoment wählen

Ob die Markise nicht mehr einfährt oder die alte Kurbel endlich einem Motor weichen soll: Mit dem richtigen Markisenmotor wird der Sonnenschutz wieder zuverlässig und komfortabel. Hier erfahren Sie, woran Sie einen defekten Markisenmotor erkennen, welches Drehmoment Ihre Markise braucht und wie der Tausch abläuft.

Markisenmotor defekt? Typische Anzeichen

  • Motor brummt, Markise bewegt sich nicht: Motor oder Kondensator defekt, oder die Markise ist blockiert.
  • Markise fährt nur noch aus, nicht mehr ein: Endlage verstellt, Wind-/Sonnenautomatik aktiv oder Motor defekt.
  • Motor stoppt nach wenigen Sekunden: Thermoschutz – häufig ein zu schwacher Motor oder schwergängige Gelenkarme.
  • Keine Reaktion auf den Handsender: Batterie, Anlernung oder Funkempfänger prüfen, bevor der Motor getauscht wird.

Welches Drehmoment braucht meine Markise?

Bei Markisen zählt nicht nur das Tuchgewicht, sondern vor allem die Federkraft der Gelenkarme, gegen die der Motor beim Einfahren arbeitet. Deshalb hängt das Drehmoment von Breite, Ausfall und Anzahl der Arme ab:

Markise (Breite × Ausfall) Arme Drehmoment (Richtwert)
bis 3,5 × 2,5 m 2 20–30 Nm
bis 5 × 3 m 2 30–40 Nm
bis 6 × 3,5 m 2–3 40–50 Nm
größer 3–4 55–120 Nm (60er-Motor)

Beim Ersatz gilt: gleiches oder etwas höheres Drehmoment wie der alte Motor. Die Angabe steht auf dem Typenschild am Motorkopf, das Sie nach Abnehmen der Seitenkappe bzw. Öffnen der Kassette sehen.

Welcher Motortyp?

Markisenmotor wechseln: So geht's

  1. Markise einfahren und – falls möglich – mit Spanngurten gegen Aufspringen sichern. Bei Markisen mit Nothandkurbel kann der Motor auch per Kurbel bewegt werden.
  2. Strom abschalten (Sicherung) und die Motorleitung durch eine Elektrofachkraft trennen lassen.
  3. Seitenkappe bzw. Kassettendeckel auf der Motorseite öffnen und den Motorkopf aus dem Lager lösen (Splint, Clip oder Schrauben).
  4. Tuchwelle auf der Gegenseite etwas herausziehen, sodass der Motor aus der Welle gezogen werden kann. Achtung: Die Gelenkarme stehen unter Federspannung – nie bei ausgefahrener Markise arbeiten.
  5. Neuen Motor mit passendem Adapter und Mitnehmer in die Welle schieben, Mitnehmer sichern, Motorkopf ins Lager setzen.
  6. Anschließen und Endlagen einstellen – siehe Endlagen einstellen. Die Endlage „eingefahren“ so wählen, dass die Kassette sauber schließt, ohne dass der Motor gegen den Anschlag drückt.

Kurbelmarkise auf Motor umrüsten

Viele Gelenkarmmarkisen lassen sich nachrüsten: Das Kurbelgetriebe wird ausgebaut, der Motor ersetzt es in der Tuchwelle. Sie brauchen einen passenden Motor, ein Motorlager für das Seitenteil und das richtige Adapter-Set. Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter Markise elektrisch nachrüsten. Denken Sie an einen Windwächter – er schützt Tuch und Gestänge bei Sturm.

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